Bericht von der 12. Anarchistischen Buchmesse des Balkans

Vom 28. bis 30. September 2018 fand in Novi Sad in Serbien die 12. Anarchistische Buchmesse des Balkans statt. Wir waren bei der Buchmesse mit einem Stand zugegen und haben die Gelegenheit genutzt, an den Veranstaltungen teilzunehmen und mit Genoss*innen aus verschiedenen Ländern zu sprechen. Im folgenden wollen wir von der Anarchistische Buchmesse des Balkans allgemein, der Stadt Novi Sad und von der diesjährigen Buchmesse berichten und die deutsche Übersetzung des Statements der Buchmesse anhängen.

Die Anarchistische Buchmesse des Balkans wurde 2003 in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana gestartet und hat sich mittlerweile als ein jährliches Großereignis etabliert. Von Jahr zu Jahr wird sie in einer anderen Stadt ausgetragen und bringt Anarchist*innen und Antiautoritäre aus allen Ländern des Balkans zusammen. Dank dessen hat sich seit Ende der 2000er ein stabiles regionales Solidaritätsnetzwerk von Anarchist*innen im Balkan gebildet. Aus dem Netzwerk heraus sind in den letzten Jahren auch gemeinsame Projekte entstanden: die balkanweite anarchistische Zeitschrift Antipolitika, deren zweite Ausgabe auf Englisch und Serbokroatisch zum Thema „Jugoslawien“ für Ende des Jahres erwartet wird und die gemeinsame Mobilisierung zur Antifa-Demo gegen den faschistischen Lukoff-Marsch in Sofia. Es kommt auch sonst immer wieder zu balkanweiten Mobilisierungen, zuletzt im März bei der antinationalen Demonstration in Thessaloniki. Außerdem hat die Balkan-Buchmesse dazu geführt, dass in einigen Städten nun auch regelmäßig anarchistische Buchmessen stattfinden und zwar in Slowenien, Zagreb, Zrenjanin und Thessaloniki.

Mit gut 250.000 Einwohner*innen ist Novi Sad nach Belgrad die zweitgrößte Stadt Serbiens. Außerdem ist Novi Sad die Hauptstadt der Vojvodina, einer historisch multiethnischen Region und wirtschaftlich heute die stärkste Region Serbiens. Während der NATO-Bombardements auf Novi Sad wurde von März bis Juni 1999 außer Militäranlagen auch ein großer Teil der städtischen Infrastruktur zerbombt. Die drei Donau-Brücken wurden dabei vollkommen zerstört und auch die Wasser- und Stromversorgung wurde erheblich beeinträchtigt. Außerdem wurden die städtische Ölraffinerie, Fernsehsender und Wohngebiete bombardiert. In Novi Sad gibt es eine seit Jahren stabile radikale Szene. Die Stadt ist in der Region für ihre Antifa-Szene und Antifa-Festivals bekannt. Es gibt auch einige Anarchist*innen, die letztes Jahr die Anarchistische Buchmesse in ihre Stadt eingeladen haben.

Die Pfeiler einer der zerstörten Donaubrücken

Die diesjährige Buchmesse fand am letzten Septemberwochenende statt. Insgesamt kamen 150 bis 200 Leute von vor Ort, aus den Balkanländern, aber auch aus Deutschland und Österreich zur Buchmesse. Es gab zahlreiche Aussteller*innen, die Flyer, Plakate, Hefte und Bücher in ihren Sprachen sowie auf Englisch mitgebracht hatten. Neben den vielen Infoständen gab es ein sehr volles Veranstaltungsprogramm. Im Folgenden wollen wir einen kurzen Überblick über die Veranstaltungen geben:

Die Soligruppen für die Röszke 11 und die Charmanli 21 berichteten über die Inhaftierung von und die Massenprozesse gegen Migrant*innen. Ahmed von den Röszke 11, der seit Herbst 2015 in Ungarn im Gefängnis sitzt, wurde vor kurzem in dritter Instanz zu 5 Jahren Haft verurteilt. Das bedeutet, dass er wahrscheinlich in den nächsten Monaten zur Zweidrittelstrafe entlassen wird. Der Prozess der Migrant*innen, die für den Aufstand im bulgarischen Lager von Charmanli angeklagt sind und im Lager von Ljubimets wie Gefangene festgehalten werden, wird laut der Soligruppe von den Behörden verschleppt. Ein Ergebnis ist noch nicht absehbar. Indes hat die Soligruppe mit allen Kräften versucht, eine Solidaritätskampagne aufzuziehen: Veröffentlichungen auf dem Solidaritätsblog, Kundgebungen in Sofia und während der Prozesse in Charmanli, solidarische Prozessbegleitung, eine Briefeschreibkampagne. Zwei weitere antirassistische Beiträge kamen aus Griechenland. Eine neue antiautoritären Gruppe aus Athen, bestehend aus Genoss*innen griechischer und albanischer Herkunft, stellte eine Broschüre über die Situation der albanischen Migrant*innen und ihre Unterdrückung durch den griechischen Staat vor. Außerdem stellte eine Gruppe aus Anarchist*innen und Flüchtlingen aus Thessaloniki ihr „Bulletin“ vor, eine mehrsprachige Zeitschrift von Migrant*innen für Migrant*innen, die mit logistischer Unterstützung der anarchistischen Bewegung gedruckt und verbreitet wird.

Zwei Anarchist*innen aus Israel thematisierten aus antirassistischer und antikolonialer Perspektive die Situation in Israel, v.a. die Situation der Palästinenser*innen im Gazastreifen und im Westjordanland, die Situation der Araber*innen und Beduinen in Israel und der Migrant*innen und Flüchtlinge in Israel. Sie berichteten auch von den Massendemos gegen die Mauer im Gazastreifen, bei der seit März über 150 Menschen getötet worden seien. Die beiden Genoss*innen sind Teil der sehr kleinen anarchistischen Szene, engagieren sich in der Wehrdienstverweigerungsgruppe „New Profile“ und in der feministischen Organisation „Coalition of Women for Peace“. Sie riefen zur Boykottkampagne gegen Israel auf, was wir grundsätzlich kritisch sehen und in einem gesonderten Beitrag kommentieren möchten.

Neben dem Antirassismus war das Thema Antifaschismus bestimmend. Das Netzwerk Crimethinc stellte in einer Veranstaltung seine Thesen vor, u.a. die gemeinsame Kritik von Demokratie und Faschismus im Rahmen einer anarchistischen Staatskritik und die strategische Perspektive eines Dreifrontenkonflikts zwischen sozialer Bewegung, faschistischer Bewegung und demokratischen Kräften statt einer gemeinsamen Einheitsfront von Anarchist*innen und Demokrat*innen gegen Rechts. Die „Antifa Bulgarien“ aus Sofia (hier zur facebook-Seite) berichtete von der Antifa-Demo gegen den Lukoff-Marsch vom Februar und rief für 2019 wieder zu gemeinsamen Gegenprotesten auf. Das besetzte Haus „Fabrika Yfanet“ aus Thessaloniki und das Blogprojekt „Our Baba doesn‘t say fairy tales“ stellten ihre Analysen über die nationalistische Mobilisierung während des Konflikts um den Namen Makedoniens vor. Dabei ging es vor allem um das Phänomen des Nationalismus als soziale Bewegung.

Genoss*innen der anarchistischen Föderation aus Ljubljana berichteten von der Gentrifizierung und Touristifizierung in ihrer Stadt. Sie beschrieben diese als Prozesse kapitalistischer Inwertsetzung der Stadt u.a. mit autoritären Mitteln wie Gesetzesverschärfungen und stellten sie in den Zusammenhang mit einem Zyklus von Investitionen des internationalen Kapitals im Balkan als einer kapitalistischen Peripherie. Während der Diskussion wurde zusammengetragen, wie staatlich gesponserte Großereignisse dabei eine Katalysatorfunktion einnehmen und Veränderungen beschleunigen, die im Nachhinein bestehen bleiben. Dafür wurden zahlreiche Beispiele aus der Region zusammengetragen, u.a. die Olympischen Spiele in Athen 2004 und die erfolgreiche Bewerbung von Novi Sad und Timișoara als Europäische Kulturhauptstadt 2021

In einer Podiumsdiskussion stellten die anarchosyndikalistischen Initiativen der Region sich selbst und ihre derzeitigen Aktivitäten vor. Mit dabei waren ARS aus Bulgarien, ESE aus Griechenland, Mahala aus Rumänien, MASA aus Kroatien und GASP aus dem Kosovo. Außerdem berichtete die FAU aus Deutschland kurz über die neue „Internationale Konföderation der Arbeiter*innen“, ihre Prinzipien und bisherigen Aktivitäten. Die anarchosyndikalistischen Initiativen des Balkans haben sich darauf geeinigt, in Zukunft regelmäßig zu regionalen Treffen zusammenzukommen.

Weitere Projekte, die sich vorstellten, waren der selbstorganisierte antiautoritäre Kindergarten „Kleiner Baum“ aus Thessaloniki, die drei Bewegungsdruckereien aus Griechenland – „Rotta“ aus Athen, „Druck!“ aus Thessaloniki und „Tittivillus“ aus Thessaloniki – und die „Selbstbildungsuniversität Svetozar Marković aus Belgrad, die seit diesem Jahr Selbstbildungsveranstaltungen organisiert.

Aus Jena haben wir nicht nur Info-Materialien des Anarchistischen Schwarzen Kreuzes und die letzten zwei Ausgaben des Anarcho-Infoblatts Jena, sondern auch zwei passende thematische Hefte mitgebracht: „Bewegung im Balkan“, eine Artikelsammlung mit Beiträgen des ABC Jena zu Bewegung und Kämpfen im Balkan seit 2017 und „Die Proteste vom Februar 2014 in Bosnien“.

Es war nicht nur schön, so viele Anarchist*innen versammelt zu sehen, sondern auch die neuen Projekte kennenzulernen. Seit der letzten Buchmesse wurden folgende Projekte gegründet: das soziale Zentrum „Sabota“ in Prishtina, einige neue Hausbesetzungen in Kroatien, die Bewegungsdruckerei „Tittivillus“ in Ioannina, das „Bulletin“ in Thessaloniki. Außerdem wurde sich wie ja bereits erwähnt auf eine gemeinsame Mobilisierung zur Antifa-Demo gegen den Lukoff-Marsch 2019 in Sofia und ein balkanweites anarchosyndikalistisches Treffen geeinigt. Auch dieses Jahr hat die Buchmesse die anarchistische Bewegung im Balkan also nicht nur zusammen-, sondern auch vorangebracht.

Die nächste Anarchistische Buchmesse des Balkans wird im September 2019 in Sofia im Rahmen der Feierlichkeiten zum Hundertjährigen der Föderation der Anarcho-Kommunisten in Bulgarien (FAKB) stattfinden. Damit werden ein regionaler Internationalismus und eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit fortgesetzt, wie sie auch für unserere Region, Ostdeutschland-Tschechien-Polen, vorbildlich sein könnten.


Für einen Balkan der Kämpfe und der Solidarität

Gemeinsames Statement der Teilnehmer*innen der 12. Anarchistischen Buchmesse des Balkans

Zwischen dem 28. und 30. September 2018 trafen sich zahlreiche Einzelpersonen und Kollektive aus der anarchistischen und antiautoritären Bewegung des Balkans und darüber hinaus in Novi Sad zur 12. Anarchistischen Buchmesse des Balkans. Wir kommen aus der ganzen Region und sprechen viele Sprachen: Serbo-Kroatisch, Ungarisch, Rumänisch, Slowenisch, Mazedonisch, Bulgarisch, Albanisch, Griechisch und andere. Das Treffen hat bestätigt, dass wir trotz unserer verschiedenen Hintergründe doch eine gemeinsame Sprache sprechen: die Sprache der Kämpfe und der Solidarität.

In den Tagen, die wir gemeinsam verbrachten, tauschten wir uns über unsere Erfahrungen aus verschiedenen Kämpfen aus, diskutierten und aktualisierten unsere Analysen und machten konkrete Vorschläge für die Zukunft unserer Kämpfe. Wir konnten dabei einige gemeinsame Muster in den politischen Strategien der herrschenden Klasse in der gesamten Region feststellen. Auf der einen Seite setzt sie Nationalismus als Mittel ein, die Unterdrückten zu spalten und so besser angreifen zu können; auf der anderen Seite schafft sie mit dem populistischen Nationalismus einen Pseudo-Gegner, der behauptet, die tatsächlich zerstörerischen Folgen der kapitalistischen Offensive zu bekämpfen, während er dem globalen Kapital doch eigentlich nur neue Möglichkeiten zu seiner Restrukturierung bietet.

Nationalismus geht wie üblich mit Militarismus, einem erneuertem religiösen Fundamentalismus und dem Patriarchat einher. Das zeigt sich deutlich in der aktuellen Phase zwischenstaatlicher Spannungen und im Aufstieg des Nationalismus als Bewegung (z.B. zwischen Kosovo und Serbien, Mazedonien und Griechenland, Bosnien und Herzegowina, in Kroatien usw.). Es wurde betont, dass koordinierte Aktionen und balkanweite Kampagnen gegen Nationalismus, Militarismus und sonstige Formen der Spaltung der Unterdrückten bitter notwendig sind. Diese können wir nur durch die gemeinsame Mobilisierung gesellschaftlicher Bewegungen erreichen. Den nächsten Anlass, zu dem wir konkret auf dieses wichtige Ziel hinarbeiten können, stellt die Mobilisierung gegen den faschistischen Lukoffmarsch in der bulgarischen Hauptstadt Sofia im Februar 2019 dar. Wir drücken unsere Unterstützung des Antilukoffmarsches aus und rufen Alle dazu auf, vor Ort Bewegungen gegen Nationalismus anzustoßen und, wenn möglich, nach Sofia zu kommen. Wir weisen an dieser Stelle auch darauf hin, dass wir unsere Strukturen vor faschistischen Angriffen schützen und zurückschlagen müssen.

Wir erkennen an, dass der Expansion des globalen Kapitalismus aufgrund der endlichen Natur unseres Planeten Grenzen gesetzt sind. Um diese Einschränkung zu kompensieren, greift der Kapitalismus bereitwillig auf die tödlichen Methoden direkter Plünderung und brutaler Ausbeutung zurück – zumeist und immer wieder in Form von Angriffen auf Arbeiter*innenrechte und die Umwelt. So ist es kein Zufall, dass im Balkan in den letzten Jahren viele Kämpfe gegen die kapitalistische Naturaneignung ausgebrochen sind: gegen die Goldminen von Chalkidiki und Roșia Montană, gegen Wasserkraftwerke an den Flüssen des Balkans, u.a. im Stara Planina in Serbien, an der Mura in Slowenien und der Albona in Albanien, gegen das Fracking in Rumänien und Bulgarien und die Ausbeutung fossiler Energieträger in Griechenland sowie den sogenannten ausschließlichen Wirtschaftszonen durch lokale Unternehmen und Energiegiganten wie Repsol, Total, ExxonMobil und Edison, um nur einige Beispiele zu nennen. Diese machen deutlich, wie der extraktivistische Sektor der Wirtschaft, der von einigen wenigen internationalen Großunternehmen verwaltet und von den Justiz- und Repressionsapparaten des Staates gedeckt wird, derzeit ganze Gebiete des Balkans übernimmt und im Gegenzug nur Umweltverschmutzung, den Abbau von Arbeiter*innenrechten sowie die Zerstörung von Gemeinschaften zu bieten hat.

In der Peripherie des kapitalistischen Weltsystems werden erhebliche Teile der Gesellschaft durch wirtschaftliche Ausplünderung und Krieg zu Migrant*innen und Flüchtlingen gemacht. Dieser Prozess ist für uns im Balkan nicht nur ein theoretisches Problem, sondern eine gelebte Erfahrung. Auf ihrer Suche nach einem neuen Zuhause und im Bemühen, sich ein neues Leben aufzubauen, werden die verschiedensten Bevölkerungsgruppen zur Zielscheibe des Kapitals und der politischen Apparate. Während das Kapital sie direkt als billige Arbeitskraft in die kapitalistische Ökonomie integriert, nutzen die politischen Apparate sie als Sündenböcke, zur Rechtfertigung der zunehmenden sozialer Kontrolle Aller und zur Überwachung und Unterdrückung der widerständigen Teile der Gesellschaft sowie dazu, die populistische Rechte zu stärken und die Solidarität unter den Unterdrückten zu unterbinden.

Drei Jahre nach dem zeitweiligen Zusammenbruch der Maschinerie der Festung Europa werden Menschen in Gefängnisse gesteckt, weil sie gewagt haben, sich dem Regime der Entmenschlichung zu widersetzen, dem sie unterworfen sind. Fälle wie Charmanli in Bulgarien, Moria in Griechenland und Röszke in Ungarn sind nur die bekanntesten und verweisen auf weitere Repression und Kriminalisierung. Dadurch geraten nicht nur die widerständigen Migrant*innen ins Visier, sondern auch die Idee und Praxis politischer transnationaler Solidarität selbst. Jetzt, wo die Staaten des Balkans und Europas die Kontrolle über ihre Grenzen in großen Maße zurückerlangt haben, kommen die weniger spektakulären, aber dafür umso tödlicheren Mittel der Kriminalisierung und des Rassismus zum Einsatz, um Menschen an den Rand der Gesellschaft und dabei oft genug in die Illegalität und die krasseste Ausbeutung zu drängen. Wir erkennen es als Notwendigkeit an, den Zustand des gesellschaftlichen Ausschlusses, der den Migrant*innen und Flüchtlingen aufgezwungen wird, aufzubrechen und das entmenschlichende europäische Grenz- und Lagersystem zu zerstören. Wir unterstützen alle Solidaritätsaktionen gegen Flüchtlingsheime, Lager, Hot Spots und gegen die Kriminalisierung der Migrant*innen.

Dieses Jahr fand im Rahmen der Buchmesse auch ein Treffen von basisgewerkschaftlichen Initiativen aus dem Balkan statt. So bekamen wir die Gelegenheit uns mit den Arbeiter*innenkämpfen der letzten Zeit vertraut zu machen: der Hafenarbeiter*innen in Pula und Rijeka in Kroatien, der Putzfrauen im Kosovo, der Arbeiter*innen aus Supermärkten und Cafés in Griechenland, im Logistiksektor in Bulgarien usw. Angesichts der Gemeinsamkeiten dieser Kämpfe und v.a. der Verflechtung des Kapitals im Balkan haben wir entschieden, die gegenseitige Hilfe und den Informationsaustausch zu stärken. So haben wir eine gemeinsame Informationsplattform eingerichtet und weitere Maßnahmen ergriffen, von denen wir uns erhoffen, dass sie die Arbeiter*innensolidarität im ganzen Balkan befördern. Diese neuen Kommunikationskanäle bilden auch die Grundlage für die Koordination von direkten Aktionen in der Region. Die anwesenden anarchosyndikalistischen und radikalen basisgewerkschaftlichen Organisationen bekräftigten ihre Perspektive, sich auf Arbeitskämpfe zu konzentrieren, den Arbeiter*innen bei der Selbstorganisation zu helfen und dabei den internationalen Klassenkampf im Balkan zu propagieren.

Zuletzt haben wir beschlossen, uns nächstes Jahr zur 13. jährlichen Anarchistischen Buchmesse des Balkans in Sofia zu treffen. Wir wollen dann als antiautoritäre und anarchistische Bewegung wieder zusammenkommen, Raum für die Fortführung unserer Kämpfe schaffen und außerdem das hundertste Jubiläum der Gründung der Föderation der Anarcho-Kommunisten in Bulgarien (FAKB) feiern.

Gegen Nationalismus und Kapitalismus! Für einen Balkan der Kämpfe und der Solidarität!

Keine Nation verbindet uns, keine Staatsgrenze trennt uns!

Teilnehmer*innen der 12. Anarchistischen Buchmesse des Balkans

Novi Sad, 30. September 2018

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