Solidaritätswochen für die aufständischen Migrant_innen von Charmanli

Anfang Juni 2018 geht in Bulgarien der Prozess gegen 21 afghanische Flüchtlinge weiter, die im November 2016 nach einem blutig niedergeschlagenen Aufstand im Lager von Charmanli herausgegriffen und zum Sündenbock gemacht wurden. Der Prozess ist nur ein weiteres Glied in der Kette rassistischer Gewalt gegen Flüchtlinge in Bulgarien sowie in der Kette politischer Massenprozesse gegen Migrant_innen im Balkan. Die Antifa Bulgarien ruft ab Ende Mai zu Solidaritätsaktionen auf – wir schließen uns dem Aufruf an!

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Sofioter Soziales Zentrum „Fabrika Avtonomija“ sammelt Geld für neuen Raum

Im Frühsommer 2017, also vor einem Jahr, wurde in Sofia in der Nähe des „Luwoff Most“ das soziale Zentrum „Fabrika Avtonomija“ eröffnet. Es ist ein selbstorganisiertes und partei- wie NGO-unabhängiges Zentrum mit klarer antiautoritärerer und feministischer Ausrichtung.

In diesem Jahr haben in der Fabrika verschiedene Gruppen und Veranstaltungen Raum gefunden: die feministische Veranstaltungsreihe „KEF“, die radikal-queere Gruppe „Queer Sqad“ und Veranstaltungen wie der „Big Gay Community Ball“, Sprachkurse für Bulgarisch, Spanisch und andere Sprachen, gegenkulturelle Konzerte, internationalistische Solidaritätsveranstaltungen, anarchistische Veranstaltungen usw.

Die Fabrika ist außerdem mit wichtigen Bewegungsprojekten wie dem „Autonomen Arbeiter_innensyndikat“ (ARS), „Food not Bombs“ und der „Bulgarischen Gefangenen-Assoziation“ befreundet.

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Vortrag am 1. Juni in Jena: Solidarität ist unsere Waffe! – free Sven

Die Jenaer Ortsgruppe der tierbefreier veranstaltet am 1. Juni, um 18 Uhr, im FAU-Lokal in der Bachstraße 22 in Jena eine Veranstaltung über die Verurteilung der Tierrechtsaktivist_innen Natasha und Sven aus Holland. Wir unterstützen die Veranstaltung und laden ebenfalls dazu ein!

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Nach dem staatlichen Pogrom in Ellwangen: Jetzt Solidarität mit den Flüchtlingen!

In der Nacht zum 2. Mai 2018 konnten 150 Flüchtlinge im baden-württembergischen Ellwangen eine Abschiebung verhindern. Als die Polizei um 2:30 Uhr in der Nacht mit einer Streife einen Togolesen verschleppen und abschieben wollte, taten sich 150 von 500 Bewohner_innen des Lagers zusammen und machten den Einsatz unmöglich. Die Polizei musste unverichteter Dinge abziehen.

Am Tag darauf hat die Polizei mit einem unglaublichen Aufgebot einen Großeinsatz gemacht, das Lager gestürmt und dabei offensichtlich mehrere Menschen verletzt. Einige Flüchtlige sind aus den Fenstern gesprungen. In einem Spiegel-Artikel vom 3. Mai heißt es:

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Kinderbetreuung bei den kommenden Veranstaltungen

Für zwei der Veranstaltungen unserer Reihe, die diese Woche beginnt, können wir Kinderbetreuung anbieten.

Während der Veranstaltungen am 17. April zum Verbot von linksunten.indymedia.org und am 19. April zu den G20-Protesten im Haus auf der Mauer gibt es die Möglichkeit, dass jemand von jeweils 18 bis 20 Uhr im Nebenraum vom Großen Saal auf die Kinder aufpasst. Solltet ihr die Betreuung in Anspruch nehmen wollen, meldet euch bitte jeweils zwei Tage vor der Veranstaltung (also am 15. bzw. 17. April) per Mail bei uns unter abcj [ät] riseup [punkt] net. Sollten wir keine Anfragen bekommen, sagen wir die Kinderbetreuung ab.

Anna Campbell vom ABC Bristol ist in Afrin gestorben

Anna Campbell aus dem britischen Bristol ist vor einer Woche, am 16. März, während eines türkischen Raketenangriffs auf ihren Konvoi in Afrin getötet worden. Wir wollen an dieser Stelle an Annas Leben und ihre Ideale erinnern und gegen den türkischen Angriffskrieg auf die Demokratische Föderation Nordsyrien (Rojava) protestieren.

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Soli-Event für die in Russland verhafteten und gefolterten Anarchist_innen

29.3. | 20:00 | im Kiez-Wohnzimmer bzw. Wohni
(bei Nachfragen bzgl. der Adresse Mail an abcj [ät] riseup [punkt] net)

Seit Oktober 2017 wurden sieben Anarchist_innen in Penza und St. Petersburg vom russischen Ge­heim­dienst, dem FSB, verhaftet und gefoltert. Sechs von ihnen befinden sich bis heute in Unter­suchungshaft. Der Staat wirft ihnen Mit­glied­schaft in einer angeblichen terroristischen Vereinigung vor. Dieser krasse Angriff auf die anarchistische Bewegung ist im Kontext der Unterdrückung jeg­licher Opposition vor den anstehenden Wahlen in Russ­land zu sehen.

Wir wollen über den Fall informieren und Spenden für die verfolgten und gefolterten Anarchist_innen sammeln.

Im Anschluss: Kneipenabend „Schwarzer Tresen“

Veranstaltungsreihe im April

13. April | 18 Uhr | FAU-Gewerkschaftslokal „Milly Witkop“ in der Bachstraße 22, 07743 Jena
Vorstellung von „Militant“ und „Bună“ mit Martin Veith
Martin Veith vom Bremer Institut für Syndikalismusforschung wird sein Buch „Militant! Ștefan Gheorghiu und die revolutionäre Arbeiterbewegung Rumäniens“ sowie das Zeitschriftenprojekt „Bună“ über aktuelle Entwicklungen und soziale Kämpfe in Rumänien vorstellen. Es wird auch einen Büchertisch mit Informaterialien und Veröffentlichungen des Instituts für Syndikalismusforschung geben.

 

16. April | 18 Uhr | veto in der Magdeburger Allee 180, 99086 Erfurt
17. April | 18 Uhr | Großer Saal im Haus auf der Mauer am Johannisplatz 26, 07743 Jena
Das Verbot von linksunten.indymedia.org
Am 25. August 2017, anderthalb Monate nach den G20-Protesten in Hamburg, wurde die unabhängige Internetplattform linksunten.indymedia.org verboten. Gleichzeitig fanden mehrere Hausdurchsuchungen statt. Leute aus Freiburg, die von dieser Repression direkt betroffen sind, werden gemeinsam mit der Anwältin Kristin Pietrzyk über die politischen und rechtlichen Hintegründe des Verbots sowie über Möglichkeiten der Solidarität sprechen. Im Anschluss wollen wir Spenden für die laufenden Verfahren sammeln.

 

19. April | 18 Uhr | Großer Saal im Haus auf der Mauer am Johannisplatz 26, 07743 Jena
Staatliche Repression, Medienhetze und Solidarität um und nach G20
Wir haben die anarchistische Initiative Hamburg nach Jena eingeladen, um über die Ereignisse rund um den G20-Gipfel, die anhaltende Welle staatlicher Verfolgung und Repression sowie die Unterstützung der Strafverfolgten und Gefangenen zu berichten. Ziel der Veranstaltung ist u.a. über den Umgang mit der Repression und Strategien der Solidarität zu diskutieren. Außerdem werden Leute von der anarchistischen Aktionsküche Black Kitchen aus Jena kurz über die Ermittlungen sprechen, die aufgrund ihrer Beteiligung an den Protesten gegen sie eingeleitet wurden.

Balkanweit mobilisierte Antifa-Demo gegen den faschistischen Lukoff-Marsch 2018 in Sofia

Am 16. Februar 2018 fand der jährliche faschistische Fackelmarsch in Gedenken an General Lukoff in der bulgarischen Hauptstadt Sofia statt. Während in Deutschland zumeist Artikel über die Beteiligung deutscher Neonazis am Fackelmarsch erscheinen, wollen wir davon berichten, wie Anarchist_innen verschiedener Balkanländer seit einigen Jahren gemeinsam in Sofia gegen den Lukoffmarsch und die zunehmend autoritäre gesellschaftliche Entwicklung protestieren.

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Im Schutz einer nationalistischen Massendemo haben Faschisten in Thessaloniki das besetzte Haus Libertatia niedergebrannt!

Im Kontext des Konflikts zwischen Griechenland und Makedonien haben Nationalist_innen, Rechte, Faschist_innen und Kirche eine Massendemonstration in Thessaloniki organisiert. 90.000 Menschen sind dem Aufruf gefolgt. Am Rande der Massendemonstration haben Faschisten geschützt von Bullen mehrere besetzte Häuser angegriffen und letzten Endes das antiautoritäre besetzte Haus Libtertatia vollkommen niedergebrannt. Solidarität mit Libertatia!

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